Auf der Schulung zur Bienengesundheit vom Landratsamt Mittelsachsen erläuterte Frau Dr. Kunze das Thema Amerikanische Faulbrut. Die wichtigsten Hinweise möchte ich interessierten Imkern nachfolgend mitteilen.
Von der Amerikanischen Faulbrut gibt es zwei Typen: ERIC I und ERIC II. Beim Typ ERIC I kann der Imker die typischen Faulbrut-Symptome feststellen, also die braune, fadenziehende Masse beim Streichholztest. Der Typ ERIC II weist dagegen keinerlei dieser Symptome auf und wird deshalb nur sehr selten vom Imker selbst erkannt.
Die Amerikanische Faulbrut ist die einzigste anzeigepflichtige Bienenkrankheit. Ein Befall sollte zwingend beim zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.
Da es im Kreis Mittelsachsen bereits 3 Sperrgebiete gibt, davon 1x wahrscheinlich ein Vorfall mit ERIC II, legte Frau Kunze den Imkern eine regelmäßige Futterkranzprobe ans Herz.
Jeder Imker sollte als Vorsorge eine Futterkranzprobe seiner Völker im Frühjahr abgeben. So kann er sicher gehen, dass seine Völker gesund sind und mit guten Gewissen Ableger an Imkerkollegen verkaufen. Frau Kunze gab wichtige Hinweise, wie man eine solche Futterkranzprobe richtig aus dem Bienenvolk entwendet:
Bei der LÜVA Mittweida und Döbeln dauert der Test ungefähr 10-14 Tage, danach bekommt man sein Ergebnis.
Frau Kunze will auch allen Imkern die Angst nehmen: Je früher die Amerikanische Faulbrut erkannt wird, desto besser kann man dem betroffenen Völkern helfen.
Außerdem hält sich immer noch der Irrglaube fest, dass alle befallenen Völker getötet werden müssen. Dies ist jedoch nur bei sehr stark befallenen Völkern nötig. In den aller meisten Fällen kann man das Bienenvolk mit dem Kunstschwarmverfahren retten.
Die besten Vorsorgemaßnahmen gegen die Amerikanische Faulbrut sind:
Außerdem wies Frau Kunze darauf hin, dass es selbstverständlich sein sollte, anderen Imkern bei dem Auftreten der Faulbrut unter die Arme zu greifen und beim Restaurieren zu helfen.
Zwei Zusammenfassungen zur Amerikanischen Faulbrut werden bereitgestellt unter:
Bildnachweise/Pictures by:
1st photo: © Copyright Pollinator – CC-Licence BY-SA 3.0 – wikipedia.org
Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 03. März 2011 um 16:07 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Imkerei abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.
1. – brigitta
Kommentar vom 04. März 2011 um 10:19
Super Zusammenfassung der ganzen Problematik. Wir lassen auch ca. alle 2 Jahre eine Futterkranzuntersuchung (Sammelprobe) machen. Dann kann man relativ sicher sein. Liebe Grüße, Brigitta