Erste Honigernte 2011

Gestern war es soweit: Die erste Honigernte mit herrlicher Frühtracht stand an. Juhu! :)

» Vorbereitung der Honigernte

Im Honigraum werden reife und unreife Waben sortiert. Die Reife erkennt man am Stand der Verdecklung der einzelnen Honigwaben. Generell werden nur Waben geschleudert die mindesten zu 2/3 verdeckelt sind. Die Waben mit weniger oder gar keiner Verdecklung bleiben noch im Honigraum.

Dadantbeute mit Honigräumen

Dadantbeute mit Honigräumen

Dann haben wir unter den Honigraum mit den schleuderbaren Waben eine sogenannte Bienenflucht untergelegt. Die Bienen können den Honigraum verlassen, aber nicht mehr vom Brutraum in den Honigraum hochlaufen. So ist der Honigraum nach maximal 24h komplett ohne Bienen und kann ganz bequem abgenommen werden.

» Die Honigernte

Zuerst wird der Deckelwachs sorgfältig von den Honigwaben mit einer speziellen Entdecklungsgabel entfernt.

Deckelwachs entfernen

Deckelwachs entfernen

Honigwabe ohne Deckelwachs

Honigwabe ohne Deckelwachs

Danach kommen die entdeckelten Waben in die Honigschleuder. Unsere Schleuder fasst vier Waben. Mit einer Kurbel werden die Waben geschleudert, nach einiger Zeit herumgedreht und erneut geschleudert.

Honigwaben in Schleuder

Honigwaben in Schleuder

Honigwaben schleudern

Honigwaben schleudern

Nachdem die Waben leer sind, wird der Honig abgelassen. Dazu läuft er durch ein Sieb in einen Honigeimer.

Frisch geschleuderter Honig

Frisch geschleuderter Honig

Frisch geschleuderter Honig

Frisch geschleuderter Honig

Frisch geschleuderter Honig

Frisch geschleuderter Honig

Nach dem Abfüllen muss der Honig noch ein weiteres Mal durch ein Feinsieb laufen, abgeschäumt und mehrmals täglich kurz gerührt werden. Sobald er dann die optimale Konsistenz besitzt, wird er in Gläser oder Honigeimer gefüllt, mit Etiketten versehen und gelagert, verkauft oder verspeißt. :)

Frisch geschleuderter Honig

Frisch geschleuderter Honig

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 20. Mai 2011 um 20:52 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Imkerei abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesem Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen. Du hast die Möglichkeit, einen Kommentar zu hinterlassen oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

8 Kommentare »»

  1. 1. Lutz

    Kommentar vom 23. Mai 2011 um 13:03

    Wirklich sehr interessant für einen Nichtbienenkenner und Nichthonigesser.

  2. 2. – Sven

    Kommentar vom 31. Mai 2011 um 19:04

    Die Schleuder ist mit dem Dopplefach nciht wirklich effektiv, oder?
    Aber ansonsten ein toller Bericht!

  3. 3. – Maja

    Kommentar vom 31. Mai 2011 um 19:10

    Hallo Sven,
    in welcher Hinsicht nicht effektiv? Wir können 4 Flachwaben mit einmal schleudern, das ist für unsere Völkeranzahl vorerst ausreichend.
    Liebe Grüße,
    Maja

  4. 4. – Frank

    Kommentar vom 21. Juni 2011 um 08:14

    Hallo ihr beiden!
    Lange nicht auf euren Seiten gewesen, aber ist die Honigernte nicht erhebend? So lecker flüssiges Gold der Natur von den eigenen Bienen ist unbezahlbar :-))

    Weiter so und viel Freud und Erfolg mit euren Bienen!

    (und das ganze Gebabbe ist auch irgendwann wieder sauber und vergessen … das ist das einzige was am Schleudern nervt ;-))

    LGF

  5. 5. – karl

    Kommentar vom 19. September 2011 um 18:21

    Bitte nicht lachen – hier spricht ein Unwissender.
    Drei Fragen:
    1: Von was leben denn die Bienen im Winter. Der Honig wird ja geerntet ?

    2: Wieviel Honig sammelt so ein Bienenvolk im Jahr?

    3: Wird pro Volk nur einmal geerntet oder je nach Blüte?

    Jetzt schon ein Dank an alle Experten,

    Karl

  6. 6. – Maja

    Kommentar vom 19. September 2011 um 18:34

    Karl wir lachen nicht – warum auch.
    1. Kommt drauf an. Bei uns ist es hauptsächlich Zucker. Wir kaufen invertierten Zucker (man kann auch Haushaltszucker in Wasser auflösen). Von August bis Oktober blühen allerdings auch noch eine menge Pflanzen. So kommt zusätzlich Nektar rein. Der reicht allerdings nicht aus für die erfolgreiche Überwinterung. Manche Imker ernten auch so wenig, dass der Honig reicht zur Überwinterung. Das erfordert meiner Meinung aber eine ordentliche Portion Erfahrung.

    2. Kommt auch drauf an. Ohne jetzt nach zu schauen, würde ich schätzen ungefähr 60 – 80 Kilo. Das hängt von der Bienenrasse (also der Genetik) ab, vom Trachtgebiet und von den vorherrschenden Umweltbedingungen im Jahr.

    3. Das kann man machen wie man möchte. Viele Kunden wollen Blütenhonig – dann wird, sofern das möglich ist, nach den Blüten abgeerntet. Wenn man aber Ganzjahreshonig los bekommt oder selbst mag erntet man einfach nur ein mal. Letzteres macht wesentlich weniger Arbeit.

  7. 7. – Karin Grün

    Kommentar vom 19. November 2013 um 14:28

    Habe versuchsweise 2 Bienenstöcke nach Warre vom Tischler machen lassen. Habe Bienen seit Mai 13.

    Find ich sehr berührend, die Tätigkeit mit Bienen.
    Wie baut man eine “Bienenflucht”?

    L.G.Karin

  8. 8. – Maja

    Kommentar vom 20. November 2013 um 16:29

    Da gibts so Plasteeinsätze (nennt sich Lega Bienenflucht) wo man in einen Zwischenboden nur ein rundes Loch schneiden muss. Es gibt auch andere Bienenfluchten aus Plaste die sehen so trapezförmig aus und die werden unter ein Loch im Zwischenboden montiert. Ob die letzteren bei Warre Passen weiß ich nicht … die sind nämlich ziemlich groß.

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