„Königinnenzucht“ – unsere zarghaften Versuche

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Dieses Jahr wollten wir es wissen: Schon letztes Jahr sollten zwei Begattungskästen, welche wir geliehen bekamen, ausprobiert werden. Daraus ist nichts geworden. Aber dieses Jahr soll es nun was werden.

Wir haben dieses Jahr zum ersten Mal so richtig vermehrt – diesmal über Ableger (letztes Jahr über einen Vorschwarm, der lustigerweiße noch einmal schwärmte und ein weiteres Volk brachte 😉 ). Die Ableger entwickeln sich gut und auch die Spendervölker entwickeln sich gut. Wir gaben den Königinnenablegern je zwei Dadant (!) Brutwaben, ein Pollenbrett und eine Futterwabe sowie ein Leerrähmchen und natürlich Bienen. Zusätzlich haben wir einen Ableger ohne Köngin gemacht. Da gaben wir 2 Brutbretter, eine Pollenwabe sowie Futter.

Nachschaffungszellen
Nachschaffungszellen

Der weisellose Ableger hat Nachschaffungszellen angelegt. Da dieser Ableger auch von dem Volk ausgegangen ist, von dem wir weiterziehen wollten (ein Schwarm vom letzten Jahr, welcher dieses Jahr nicht schwärmen wollte und viel viel Brut hatte, sanftmütig ist und von allen Völkern am meisten Honig eingelagert hat), haben wir die Nachschaffungszellen des Ablegers verwertet. Wirklich optimal ist das zwar nicht, weil die Königinnen eben Nachschaffungsköniginnen sind, aber man fängt lieber klein an. Mal sehen was daraus wird.

Was haben wir gemacht

Zu den geliehenen Begattungskästen bekamen wir auch Königinnenschutzkästen, in welchen die junge Königin geschützt schlüpfen können ohne Gefahr zu laufen abgestochen zu werden.

Weiselzellen in Schutzkästen
Weiselzellen in Schutzkästen
Weiselzelle im Schutzkästchen
Weiselzelle im Schutzkästchen

Diese haben wir mit den ausgeschnittenen Nachschaffungszellen bestückt und in einen Honigraum eines weiselrichtigen Volkes gegeben. Jetzt müssen wir ein paar Tage warten und wenn die Königinnen geschlüpft sind, werden sie in die Begattungskästen umquartiert.

Nachschaffungszellen im Honigraum
Nachschaffungszellen im Honigraum

Wenn alle 3 Zellen schlüpfen kommen sie zur Begattung in Minivölkchen – sogenannte Begattungsvölkchen. Wir haben nur zwei Begattungskästchen und so versuchen wir als dritten Begattungskasten einen Blumentopf zu nutzen – dazu mehr, wenn wir die Idee aus dem Imkerforum umgesetzt haben (natürlich in Wort und Bild).

Was haben wir bis jetzt gelernt?

Gelernt haben wir, dass nächstes Jahr besser geplant werden muss. Man muss sich etwas eher Gedanken machen, wie das denn alles terminlich aussehen soll z.B. mit vermehren, umlarven etc. Wir müssen auch planen, welche Königinnen weiter genutzt werden, wobei auch völlig klar ist, dass man mit unserem Bestand niemals wirklich eine sinnvolle Auslese machen kann. Vielleicht ist es auch besser diese ganzen Aktionen auf kleineren Wabensystemen wie Miniplus auszuführen, weil man dann nicht in den Wirtschaftsvölkern rummurksen muss. Mal schauen.

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Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 03. Juni 2012 um 17:28 Uhr veröffentlicht.

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