Vanda-Orchideen in Tontöpfe umtopfen

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Ich besitze derzeit 6 wurzelnackte Vanda-Orchideen, welche ich bislang jeden Tag für mehrere Stunden im Wassereimer getaucht habe. Aufgrund meiner neuen beruflichen Situation fällt es mir schwer die notwendige Zeit für das Tauchen einzuplanen.
Die Pflanzen müssen routiert werden, nach dem Tauchen eine zeitlang im Bad abtropfen und dann spätestens Nachmittags wieder ans Fenster gehangen werden. Das geht einfach nur problemlos, wenn man Zuhause ist.

Vanda-Orchideen tauchen
Vanda-Orchideen tauchen

Die Idee: Vanda-Orchideen eintopfen

Eine schlaue Userin aus dem Orchideenforum kam auf die Idee ihre Vandeen in Holz- oder Tontöpfe einzutopfen. So muss man die Orchideen viel weniger tauchen, aber das Substrat trocknet dennoch schnell ab, weil es aus luftigen Materialien besteht. Erstaunlicherweise gedeien die Orchideen bei ihr seitdem sehr gut und blühen auch viel häufiger. Einige User haben diese Idee angenommen und erzielten ebenfalls sehr gute Erfolge damit.

Gesagt, getan: Ich wollte es auch mal testen.

Vanda-Töpfe und das richtige Substrat

Die große Frage nach den richtigen Töpfen: Es gibt Teakholzkörbchen, welche wohl recht schnell schimmeln sollen. Dann spezielle Tontöpfe mit Löchern, die im Orchideenfachhandel leider recht teuer sind. Als ganz preiswerte Variante kann man auch kleine Teichpflanzkörbe nehmen.

Ich habe mich für die Tontöpfe entschieden, weil sie optisch sehr ansprechend sind und natürlich zu so einer speziellen Orchidee passen. 🙂 Ich habe zum Glück auch noch einen Händler gefunden, wo ein Topf nur um die 6,- Euro kostet.

Tontöpfe für Vanda-Orchideen
Tontöpfe für Vanda-Orchideen

Beim Substrat gibt es auch wieder viele verschiedene Meinungen. Einige mischen Bims, Blähton, Perlite und Kokoschips zusammen, andere nehmen nur reine Pinienrinde. Ich habe mich erst einmal für reine Pinienrinde in der Größe 2-3 cm entschieden. Die Rinde habe ich bei Orchideen Schwerter gekauft, weil ich gern gesiebte und hochwertige Rinde haben wollte.

Reine Pinienrinde
Reine Pinienrinde

Los geht’s: Vandeen eintopfen

Nun kann es losgehen: Die Pflanzen kommen für mehrere Stunden in den Wassereimer bis sich die Wurzeln richtig vollgesogen haben. Danach lassen sie sich ganz leicht biegen und brechen nicht mehr so schnell wie im trockenen Zustand.

Vollgesogene Wurzeln
Vollgesogene Wurzeln

Die vollgesogenen Wurzeln biege ich so im Kreis, dass Pflanze problemlos in den Tontopf hineingeht. Bei mir hat es in beiden Fällen gut geklappt.

Vanda eintopfen
Vanda eintopfen
Vanda eintopfen
Gebogene Wurzeln

Nun fülle ich den kompletten Topf mit der Pinienrinde auf. Das brauch etwas Zeit, denn die großen Stücke müssen zwischen den Wurzeln platziert werden. Teilweise habe ich die Pinienrinde bei den seitlichen Löchern reingesteckt um so einige Leerräume aufzufüllen.

Fertig: Sieht das nicht dekorativ aus? 🙂

Vanda im Tontopf
Vanda im Tontopf
Vanda im Tontopf
Vanda im Tontopf

Derzeit tauche ich die Orchideen 2x in der Woche. Das Besprühen fällt komplett weg. Das Wasser wird durch die Pinienrinde etwas länger gehalten, aber ich kann noch nicht sagen ob das Tauchen ausreicht. Das werde ich im Laufe der Zeit feststellen.

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Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 03. März 2013 um 12:31 Uhr veröffentlicht.

8 Kommentare

  1. 1. – Finke

    Kommentar vom 23. März 2013 um 18:29

    Hallo Maja,

    vor der Anschaffung von Vandeen habe ich bisher immer einen großen Bogen gemacht, da ich für den Pflegeaufwand mit täglichem Tauchen keine Zeit habe. Halte und doch bitte auf dem laufenden wie es Deinen Vandeen in den Tontöpfen ergeht.
    Wenn die Vandeen in den Tontöpfen gedeien würde ich auch gerne welche anschaffen.

    Viel Erfolg wünscht Finke

  2. 2. Vanda im Tontopf: Erster Eindruck nach 2 Monaten » Pflanzenblog

    Pingback vom 01. Mai 2013 um 20:32

    […] zwei Monaten habe ich meine vier Vanda-Orchideen in Tontöpfe eingepflanzt. Mal ein kleiner […]

  3. 3. – kobra

    Kommentar vom 03. Juni 2013 um 11:11

    habe auch eine Vanda gehabt hab diese leider nicht über den Berg bekommen.Wo hast du diese schönen Töpfe her

  4. 4. – Dragoner

    Kommentar vom 30. Juli 2013 um 20:03

    meine Vanda im Glas ohne Substrat begnügt sich damit 2 mal die Woche eine halbe Stunde unter Wasser gesetzt zu werden, ich habe jetzt das Problem vor mir das ich die Vanda 10 Tage sich selbst überlassen muss.
    Hat jemand eine Ideen ob oder wie die Vanda das überleben kann ?
    Ich hatte daran gedacht einen umgedrehten Tontopf unter die Wurzel zu stellen und diesen unter Wasser zu setzen, so das die unteren Wurzeln über den Tontopf mit zumindest etwas Wasser versorgt werden. Was haltet ihr davon ?

  5. 5. – Maja

    Kommentar vom 31. Juli 2013 um 12:35

    Hallo,
    ich denke 10 Tage hält die Gute ohne Wasser aus. Anderenfalls probier deine Idee vor dem Urlaub aus, sodass du dich überzeugen kannst, dass es funktioniert.
    Viele Grüße,
    Maja

  6. 6. – Dragoner

    Kommentar vom 31. Juli 2013 um 16:32

    Hallo Maja,
    Danke dir für die Antwort, dann werde ich es mal austesten ob sie ohne Wasser durch hält.
    Soweit ich das mitbekommen habe, ist bei den Vanda’s ja das Problem beim Faulen wenn die zuviel Wasser haben, betrifft das eigentlich mehr das Blattwerk oder die Wurzeln?

  7. 7. – Maja

    Kommentar vom 03. August 2013 um 21:56

    Hallo,
    bei Vandeen fault meistens der Stamm und man sieht es häufig erst, wenn es zu spät ist.
    Liebe Grüße,
    Maja

  8. 8. – Dragoner

    Kommentar vom 04. August 2013 um 11:06

    Hallo Maja,
    Danke dir erneut, ich hatte zwischenzeitlich auch dein Blogeintrag zur Stammfäule gefunden

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