Chilis überwintern: Blattläuse & Trauermücken bekämpfen – Winter 2017/2018

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Nachdem unsere Chilipflanzen nun etwa zwei Wochen im warmen Winterquartier standen und sich allmählich an die neue Umgebung und angenehmen Temperaturen gewöhnt haben, bemerkte ich etwas schlimmes: Unzählige Blattläuse und Trauermücken. 🙁

Chilis seit 2 Wochen im Winterquartier
Chilis seit 2 Wochen im Winterquartier

Dauerthema: Die Blattläuse

Blattläuse sind beim Überwintern von Chilis ein wichtiges Thema, denn sie lieben diese Pflanzen und treten immer zum ungünstigsten Zeitpunkt auf. Durch die warmen Temperaturen in unserem diesjährigen Winterquartier haben sich die Blattläuse blitzschnell vermehrt und schon nach zwei Wochen war alles voll. Natürlich fingen nun auch die Pflanzen an stark befallene Blätter abzuwerfen.

Blattläuse an Chilipflanzen
Blattläuse an Chilipflanzen
Spuren von Blattläusen
Spuren von Blattläusen

Eine Bekämpfung mit Nützlingen ist zu dem Zeitpunkt leider nicht mehr möglich gewesen. Die Marienkäferlarven brauchen ja auch eine gewisse Zeit, bis sie in der Größe sind, wo sie richtig viele Läuse pro Tag fressen können. Die Larven müssen also rechtzeitig bei einem leichten Befall ausgesetzt werden, der parallel zum Wachstum der Larven zunimmt. Dafür war es bei mir schon zu spät.

Um den Befall schnell einzudämmen blieb mir also nur noch die Variante mit chemischen Mitteln. Wir ernteten also alle noch vorhandenen Früchte ab und ich ging auf die Suche nach wirksamen Produkten.

Thiacloprid wird gegen Rapsöl ersetzt

Das ich nun auf chemische Mittel zurückgreifen musste, brachte mich das zu einem neuen Problem: Es gibt kaum noch wirksame Produkte im Handel.

Ich hatte vom vorigen Jahr noch eine Flasche „BAYER Orchideen Schädlingsfrei Lizetan AF“ mit 0,15 g/l Thiacloprid und kaufte dieses Spray bei Amazon nach. Mir wurde nun das selbe Produkt mit der Zusammensetzung 0,05g/l Pyrethrine und 8,25g/l Rapsöl geliefert, was ich anfangs leider gar nicht bemerkte.

Nachdem ich die halbe Flasche auf den Pflanzen ausbrachte und die Blattläuse dennoch fröhlich auf meinen Chilipflanzen herumturnten, hatte ich dann den Verdacht auf eine neue Produktzusammensetzung. Ich durchstöberte das Internet nach einem Händler der das Orchideen Schädlingsfrei noch mit Thiacloprid auf Lager hatte und deckte mich gleich mit mehreren Flaschen ein.

Das Spray mit Thiacloprid wirkte nach dem Ausbringen auf die Pflanze natürlich sehr zuverlässig und schnell und ich konnte die Erleichterung den Chilis sehr wohl ansehen. 😉

Natürlich sollte ich noch erwähnen, dass Agrarchemie an Gemüsepflanzen nicht schön ist. Allerdings werden wir alle Früchte, welche sich bis April/Mai entwickeln werden, nicht essen sondern entsorgen. Sobald die Pflanzen wieder draußen stehen, wird sich das Thiacloprid relativ schnell in der Pflanze zersetzen.

Zweites Dauerthema: Trauermücken

Ein weiteres, kritisches Thema sind die Trauermücken, welche man leider von draußen mit reinschleppt und sich durch die feuchte Erde der Pflanzen hervorragend vermehrt haben. Nach ein bis zwei Wochen im Winterquartier waren meine aufgestellten Gelbtafeln voll mit Fliegen und auch im Raum waren überall die Insekten zu finden.

Gelbtafeln mit Trauermücken
Gelbtafeln mit Trauermücken
Trauermücken an Gelbsticker
Trauermücken an Gelbsticker

Die erste Maßnahme: Neue Gelbtafeln* aufstellen. Bei stark befallenen Pflanzen kamen zwei oder drei in den Topf, um noch mehr Fliegen zu fangen. Außerdem haben wir die Erde bei allen Pflanzen deutlich abtrocknen lassen und gießen nun nur noch sobald die Blätter leicht hängen. Wir enziehen den Larven sozusagen die angenehme Wohlfühlumgebung. 😉

Passende Produkte (Werbelinks):

Zudem mische ich jetzt noch ein paar Tropfen Neudomück mit ins Gießwasser, damit der Bacillus thuringiensis subsp. israelensis „seine Arbeit“ machen kann. Da es das Produkt in Tropfenform leider nicht mehr im Handel gibt, kann man alternativ auf SF-Nematoden* zurückgreifen. Diese wirken ebenfalls zuverlässig gegen einen starken Trauermückenbefall.

Nun heißt es für mich immer wieder regelmäßige Kontrolle, um ein erneutes Ausbreiten rechtzeitig zu erkennen.

Fragen und Kommentare sind immer erwünscht.

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Dieser Beitrag wurde am Sonntag, 21. Januar 2018 um 13:43 Uhr veröffentlicht.

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