Wollläuse auf meinen Orchideen: Jetzt reicht’s!

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Ich hatte einen wirklich langen Geduldsfaden: Alle paar Tage suchte ich regelmäßig meine Orchideen ab und tötete mit Wattestäbchen und Spiritus jedes weiße Läuschen und gefundene Nest.

Wolllaus auf Orchidee
Wolllaus auf Orchidee

Ich weiß gar nicht wieviele Läuse ich bereits erledigt habe, sicher schon über tausend und dennoch bekomme ich seit über einen Jahr die Wollläuse am Küchenfenster einfach nicht in den Griff. Man findet einige Wochen lang nur noch vereinzelte Läuse, denkt sich „Yeah, bald hast du’s geschafft“ und eine Woche später sitzt wieder ein Schwung Wolllaus-Nachwuchs an allen Blütentrieben und Blattachsen.

Ich war am Verzweifeln immer wieder diese Jojo-Effekte und auch mein hauchdünner Geduldsfaden reißt irgendwann. Ich entschloss mich zur radikalen Variante: Gift muss her!

Lizetan AF von Bayer

Schnell bei Amazon nach den besten Anti-Wolllaus-Mittel gesucht und ich landete bei Lizetan AF von Bayer. Ganz bequem als Spray für Orchideen. 😉 Gefunden, gekauft und als die Flasche bei mir eintraf entschloss ich am WE darauf die Radikalkur.

Lizetan AF von Bayer
Lizetan AF von Bayer

Alle Orchideen mussten getaucht werden, da das Mittel nur mit feuchtem Substrat verwendet werden soll. Also erst mal alle Orchideen getaucht, parallel dazu alle Blütentriebe abgeschnitten und mit tränendem Auge entsorgt (bildlich gesprochen, ich hab nicht geheult ;)). Es gab eine Orchidee wo das Abschneiden des Blütentriebes mir etwas leid tat, denn die Kleine hatte bislang noch nie geblüht, aber Gesundheit geht vor und gerade diese Orchidee war auch dauernd sehr stark befallen.

Radikalkur bei meinen Orchideen
Radikalkur bei meinen Orchideen

Während die Orchideen tauchten desinfizierte ich mit Spiritus das Fenster und Fensterbrett. Nahm die Gelegenheit gleich zum Fenster putzen und säuberte alles super gründlich um eventuelle Verstecke zu vernichten.

Danach kamen alle Orchideen in die Badewanne. Flasche schütteln, Sprühdüse umdrehen und los ging’s: Ich sprühte alle Orchideen gleichmäßig ein, vorallem die Blattachseln und diverse Verstecke und Winkel, welche ich ja mittlerweile SEHR GUT kenne. 😉 Die Flüssigkeit trocknete recht schnell ab und ich stellte die Orchideen an ihren alten Platz.

Nach 7 Tagen Kontrolle

Nach 7 Tagen kontrollierte ich die Orchideen und fand wieder vereinzelte Wollläuse. Hab also wieder nicht alle Nester erwischt! Also das selbe Spiel noch mal von vorn: Ab in die Badewanne und noch mal komplett eingesprüht. Ich hoffe jetzt ist Ruhe, ansonsten muss ich mir noch ein weiteres Mittelchen besorgen, da sich sonst Resistenzen bilden können.

… trotz Wirkung: Ich hasse Gift.

Einwas möchte ich dennoch klarstellen: Ich hasse Gifte und bin komplett gegen den Einsatz von Giften in Natur und Landwirtschaft. In der Wohnung(!) bei reinen Indoor-Zierpflanzen, welche u.U. auch noch viel Geld gekostet haben, nehme ich es wirklich nur im äußersten Notfall.

Ich habe mit meiner Spiritus-Wattestäbchen-Methode den Wolllausbefall im Wohnzimmer super in den Griff bekommen. Da sehe ich seit Monaten keine einzige Laus mehr. 🙂 Es brauch natürlich viel Geduld, aber ich habe es dort geschafft und bin auch stolz drauf.

Ach ja, das Beste ist Schädlinge gar nicht erst einzuschleppen. Das bedeutet: Jede neu gekaufte Pflanze muss für max. 1 Monat in Quarantäne bevor sie zu den anderen darf. Mittlerweile bin ich da recht konsequent geworden. 🙂

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Dieser Beitrag wurde am Freitag, 24. Mai 2013 um 20:59 Uhr veröffentlicht.

Ein Kommentar »»

  1. 1. – S.K.

    Kommentar vom 18. Mai 2014 um 19:18

    Ich weiß der Beitrag ist schon vom letzten Jahr, aber ich hätte da noch eine giftfreie Variante, die bei mir super geholfen hat…

    In einen großen Eimer habe ich lauwarmes Wasser rein gefüllt. Danach habe ich um den Pflanztopf einen Gefrierbeutel gemacht und den mit Draht leicht verschlossen, sodass das Wasser rein kann aber das Substrat drin bleibt. Sämtliche Orchideen habe ich dann in den Eimer gesetzt (gleich mit Trieben und Blüten) und darauf geachtet, dass das Wasser auch alles bedeckt.
    Dort mussten Sie dann für eine Stunde drin bleiben.

    Seitdem habe ich keine Probleme mehr mit den kleinen Tierchen.

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